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Die Internationale Gesellschaft für Klassische Bibliographie (SIBC) wurde von Jules Marouzeau zu Beginn der Zwanzigerjahre unter dem Namen Société de Bibliographie Classique gegründet. Da ihre Aufgabe von Anfang an in der Unterstützung der Redaktion und Publikation der Année philologique bestand, erweiterte die gelehrte Gesellschaft ihren Namen zu dem Zeitpunkt, als sie eine entschieden internationale Dimension unter dem tatkräftigen Eintreten von Juliette Ernst erreichte. Seitdem sind alle Länder, die an dem Unternehmen beteiligt sind, in der SIBC vertreten, in der auch einige Persönlichkeiten ihren Sitz haben, die aufgrund ihrer Kompetenzen auf dem Gebiet in das Gremium gewählt worden sind. Die Gesellschaft ist der Fédération Internationale des Etudes Classiques (FIEC) angeschlossen, deren Präsident von Amts wegen Mitglied der SIBC ist.

Juristisch ist die SIBC eine Gesellschaft ohne kommerzielle Zwecke; sie unterliegt dem französischen Gesetz zum Gesellschaftsvertrag (häufig "loi de 1901" genannt, obwohl es periodisch revidiert worden ist) und hat ihren Sitz in Paris. Die Statuten, im Pariser Polizeipräsidium hinterlegt, sind 1994 geändert worden, um sie in Übereinstimmung mit den gültigen gesetzlichen Bestimmungen zu bringen. So wird insbesondere die Präsidentschaft der SIBC, eine Aufgabe, die zuerst automatisch dem Präsidenten der FIEC anvertraut worden war, nun von einem Mitglied der Gesellschaft wahrgenommen, das in der Generalversammlung für die Dauer von fünf Jahren gewählt wird.

Die jährliche Generalversammlung zählt zu ihren Hauptaufgaben, die Tätigkeit der verschiedenen Arbeitsstellen der Année philologique zu verfolgen, die strategischen Vorgaben im Großen festzulegen, die Bilanzen zu prüfen und neue Mitglieder zu kooptieren. Das Bureau oder Comité exécutif, welches die laufenden Angelegenheiten regelt, setzt sich zusammen aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten, dem Generalsekretär und dem Schatzmeister. Die SIBC zählte im November 2008 29 Mitglieder aus 10 verschiedenen Nationalitäten.

Seit Geltung der neuen Statuten waren Prof. Jean Irigoin (1994-1999), Prof. Birger Munk Olsen (1999-2004), Jean-Claude Fredouille (2004-2009) Präsidenten der SIBC ; Margarethe Billerbeck wurde 2004 gewählt. Festgelegt ist, daß die Präsidentschaft und die Vizepräsidentschaft abwechselnd von französischen und ausländischen Mitgliedern ausgeübt werden.

Die SIBC ist aufgrund von Vereinbarungen mit verschiedenen Institutionen verbunden, die die Arbeit der Redaktionen unterstützen, insbesondere mit der American Philological Association (APA), deren Präsident von Amts wegen Mitglied der SIBC ist. Sie sichert die Publikation der gedruckten Bände und die Entwicklung der Website. Die Verbreitung dieser beiden Datenträger ist der Gesellschaft BLDD (Belles Lettres Diffusion Distribution) anvertraut.